Krebsvorsorge
Darmkrebsfrüherkennung (M2-PK-Test)
Die Darmkrebsvorsorge dient der Früherkennung einer Darmkrebserkrankung in einem heilbaren Stadium.
In der frühen Entstehungsphase einer Darmkrebserkrankung zeigen sich keine Symptome, das heißt es gibt keine Warnsignale.
Bei Krebserkrankungen liegt ein veränderter Stoffwechsel vor, da sich Krebszellen wesentlich schneller teilen als gesunde Zellen. Dies führt dazu, dass deutlich mehr Pyruvatkinase in der Form M2-Pyruvatkinase (M2-PK) produziert wird.
Durch zwei spezielle Antikörper kann die physiologische Form der Pyruvatkinase von der Krebs-M2-Pyruvatkinase unterscheiden werden. Damit können bösartige Tumore nachgewiesen werden.
Um Tumore des Magen-Darm-Traktes festzustellen, genügt eine Stuhlprobe.
Die Darmkrebsvorsorge (M2-PK-Test) ist eine sichere Maßnahme, um einen Darmkrebs frühzeitig erkennen und rechtzeitig behandeln zu können.
Harnblasenkrebsvorsorge (NMP-22-Test)
Der NMP22-Test (nukleäres Matrixprotein 22) dient der Früherkennung des Harnblasenkrebses sowie den Verlaufsuntersuchungen einer Harnblasenkrebserkrankung.
Das Erkrankungsrisiko steigt ab dem 40. Lebensjahr mit zunehmendem Alter an. Das mittlere Erkrankungsalter liegt für Männer bei 68 Jahren und für Frauen bei 73 Jahren.
Folgende Faktoren begünstigen die Entstehung eines Harnblasenkrebses:
- Rauchen
- Aromatische Amine in Medikamenten
- Chemische Stoffe bei Arbeitern in der Petrochemie, Textil-, Leder- oder Farbindustrie (Friseure, Lastwagenfahrer, Maler, Tankwarte, etc.)
- Patienten mit chronischen Harnblaseninfektionen
Rauchen ist für etwa die Hälfte aller Erkrankungsfälle bei Männern und für etwa jeden dritten Erkrankungsfall bei Frauen verantwortlich.
In der frühen Entstehungsphase der Krebserkrankung zeigen sich keine Symptome, das heißt es gibt keine Warnsignale im Frühstadium.
Häufigen Harndrang verspüren rund drei von zehn Betroffenen, wobei jeweils nur eine geringe Menge Harn entleert wird.
Für den Test werden nur ein paar Tropfen Urin benötigt.
Die Nachweisrate von Harnblasenkrebs ist doppelt so hoch wie bei der Zytologie, das heißt, der Test hat eine hohe Sensibilität.
Der NMP22-Test ist eine sichere Maßnahme, einen Harnblasenkrebs frühzeitig und damit rechtzeitig zu erkennen, sodass eine erfolgreiche Behandlung der Erkrankung möglich wird.
Prostatakrebsvorsorge
Der PSA-Test (Prostata-Spezifisches-Antigen) ist eine Blutuntersuchung im Rahmen der Früherkennung eines Prostatakarzinoms mit dem Ziel, den Krebs in einem heilbaren Stadium zu entdecken.
Die Prostata, die auch Vorsteherdrüse genannt wird, befindet sich anatomisch gesehen, im Becken des Mannes zwischen der Harnblase und dem Darm.
Insbesondere ältere Männer leiden unter einer Vergrößerung der Prostata, die auch benigne Prostatahyperplasie genannt wird und mit Störungen des Wasserlassens verbunden ist.
Während 50 % Prozent aller Frauen regelmäßig zur Krebsvorsorge gehen, tun dies nur 15 % aller Männer, obwohl das Prostatakarzinom die häufigste Krebserkrankung des Mannes ist.
Der PSA-Test sollte erfolgen bei:
- der regelmäßigen urologischen Vorsorgeuntersuchung ab dem 45. Lebensjahr
- Verdacht auf Prostatakarzinom
- Verlaufskontrolle aufgrund bestehendem Prostatakarzinom
- bei Feststellung einer gutartigen Prostatavergrößerung (Benigne Prostatahypertrophie)
- bei einer Hormonersatztherapie mit Testosteron
Idealerweise sollte die PSA-Bestimmung durch eine digital-rektale Untersuchung (DRU, Tastuntersuchung) ergänzt werden.
Der PSA-Test ist eine sichere Maßnahme, um einen Prostatakrebs frühzeitig erkennen und rechtzeitig behandeln zu können.
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